Wie entwi­ckeln sich die Bauzinsen?

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Wenn Sie auf der Suche nach einer Immobilie sind, werden Sie sich vermutlich fragen, wie sich die Zinsen in Deutschland entwi­ckeln werden. Wird sich das niedrige Zinsniveau noch eine Weile fortsetzen? Oder geht es eher wieder aufwärts? Und wenn ja, wie schnell sollte man sich für eine Immobilie entscheiden?

Die aktuelle Lage

Die gute Nachricht zuerst: Noch erhalten Sie beste Kredit-Kondi­tionen. Das histo­rische Zinstief des letzten Jahres setzt sich fürs Erste weiter fort. Wenn Sie also jetzt einen Baukredit oder eine Anschluss­fi­nan­zierung brauchen, sind teilweise sogar je nach Voraus­set­zungen Darlehen von unter einem Prozent möglich. Auch positiv für Sie: Zinsbindung ist gar nicht so teuer. Das heißt, wollen Sie die Zinsen für 15 statt nur für zehn Jahre festschreiben lassen, fallen diese teils nur etwa 0,3 Prozent höher aus.

Wie viele Zinsen muss ich zahlen?

Neben den allge­meinen Unter­schieden der Banken hängt das Angebot, dass sie erhalten, vor allem von folgenden Faktoren ab:

Bonität

Je nachdem, wie Ihre wirtschaft­liche Situation aussieht, hat die Bank mehr Risiko – oder weniger. Je besser es um Ihre wirtschaft­lichen Verhält­nisse bestellt ist, desto bessere Kondi­tionen werden Sie also auch für Ihr Darlehen erhalten.

Eigen­ka­pital

Die Rechnung ist ganz einfach: Je mehr Eigen­ka­pital Sie einbringen, desto geringer ist die Finan­zie­rungs­summe im Vergleich zum Wert der Immobilie. Auch das bedeutet für die Bank weniger Risiko und für Sie ein besseres Angebot.

Tilgungssatz

Für höhere Tilgung gilt erneut: Der Kredit wird schneller getilgt, das Risiko für die Bank sinkt, Sie zahlen weniger für die Finan­zierung.

Zinsbindung

Je länger die Zinsbindung, desto höher die Zinsen. Wenn Sie aber jetzt 15 Jahre Zinsbindung bei 1,5 Prozent wählen, statt fünf Jahre bei 0,9 Prozent, so können Sie immer noch sehr viel Geld sparen, wenn in fünf Jahren die Zinsen etwa bei 3 Prozent liegen.

Sonder­til­gungen

Sonder­til­gungen sind günstig für Sie, kosten die Banken aber Geld. Daher wird das Recht auf Sonder­tilgung häufig durch eine teurere Finan­zierung abgestraft. Oft lohnt es sich aber trotzdem – wenn die Sonder­tilgung auch wirklich ausge­nutzt wird.

Darle­hensart

Je nach Darle­hensart – Annui­täten-Darlehen, Nachrang­darlehen, flexibles Darlehen – fallen unter­schied­liche Zinsen an.

Förder­mittel

Die möglichen Förder­mittel sollte vor der Baufi­nan­zierung wirklich jeder abklopfen. Diese kommen in Form von vergüns­tigten Darlehen etwa von der KfW.

Immobilie

Banken ziehen oft auch die Wertent­wicklung Ihrer Immobilie in ihre Überle­gungen mit ein. In struk­tur­schwachen Lagen sind Kredite wegen des Ausfall­ri­sikos teilweise teurer.

Haben Sie Fragen bezüglich Ihrer Finan­zierung? Dann sprechen Sie uns gerne an!

Zukunfts­pro­gnose Zinsent­wicklung in Deutschland

Experten prognos­ti­zieren für die nächsten Jahre einen Zinsan­stieg. Zwischen 0,5 und 1 Prozent sind realis­tisch, da sind sich viele Markt­kenner einig. In der direkten Zukunft (zwei bis drei Jahre) wird aber nicht mit drasti­schen Anstiegen gerechnet.

Was kann ich jetzt tun?

Wer bereits eine Immobilie im Auge hat, sollte sich jetzt umgehend seine Finan­zierung sichern. Deshalb sollten Sie aber auf keinen Fall einen Kauf überstürzen. Denn dabei werden oft Probleme übersehen und Sie sind vielleicht später gar nicht glücklich mit Ihrer Immobilie. Wenn Sie aber in naher Zukunft kaufen wollen und auf Nummer sicher gehen möchten, können Sie sich die niedrigen Zinsen durch ein Forward-Darlehen sichern.

Unser Tipp

Sind Sie auf der Suche nach einer günstigen Immobi­li­en­fi­nan­zierung? Gerne helfen wir Ihnen weiter und nennen Ihnen geprüfte Partner, Tipps und Tricks.

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2020-05-13T13:54:06+02:00