Brauche Ich einen Energie­ausweis?

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Wann immer Sie Ihre Immobilie am Markt anbieten, benötigen Sie heute einen Energie­ausweis. Das betrifft den Verkauf ebenso wie die Vermietung. Im Folgenden finden Sie deshalb alle Tipps und Tricks rund um den Energie­ausweis.

Wann brauche ich den Energie­ausweis?

Sie benötigen sowohl bei dem Verkauf als auch bei der Vermietung Ihrer Immobilie die aktuellen Energie­kenn­werte. Dies schreibt die EnEV seit 2014 vor. Der Ausweis muss den Inter­es­senten unauf­ge­fordert vorgelegt werden. Andern­falls droht Ihnen oft sogar Schadens­ersatz. Einzige Ausnahmen sind denkmal­ge­schützte Gebäude und bestimmte kleine Immobilien (Nutzfläche bis 50 Quadrat­meter) oder Abriss­häuser. Der Energie­ausweis sollte unbedingt vor Beginn der Vermarktung beschafft werden! Einige Angaben daraus müssen bereits auch in der Annonce Ihrer Immobilie veröf­fent­licht werden.

Welche Angaben aus dem Energie­ausweis muss ich im Inserat veröf­fent­lichen?

Pflicht­an­gaben sind:

  • Baujahr des Gebäudes
  • Heizungsart
  • Energie­ausweis-Art (Verbrauch oder Bedarf)
  • Endener­gie­bedarf bzw. Endener­gie­ver­brauch in kWh/Quadratmeter
  • Energie-Effizi­enz­klasse

Welche Arten von Energie­ausweis gibt es?

Zwei Typen des Energie­aus­weises sind möglich. Der Verbrauchs­ausweis wird anhand der Energie­ver­brauchs­werte der letzten drei Jahre erstellt und ist relativ leicht zugänglich. Ein Bedarfs­ausweis ist wesentlich aufwen­diger. Dafür errechnet ein Experte theore­tische Verbrauchs­werte unter Berück­sich­tigung von Größe, Dämmung, Heizung und vielen weiteren Faktoren. Das ist teurer als ein Verbrauchs­ausweis.

Welchen Energie­ausweis brauche ich?

Es gibt Fälle, in denen Sie zur Vorlage eines Bedarfs­aus­weises verpflichtet sind. Das ist unter anderem der Fall, wenn der Bauantrag des Gebäudes vor dem 1.11.1977 einge­reicht wurde und es weniger als fünf Wohnein­heiten beinhaltet. Hier gibt es nur Ausnahmen, wenn das Haus nachweislich in einer Form gebaut oder moder­ni­siert wurde, dass die Wärme­schutz­ver­ordnung von 1977 erreicht wurde. Auch ist ein Bedarfs­ausweis nötig, wenn die Voraus­set­zungen für einen Verbrauchs­ausweis nicht gegeben sind – etwa bei einem Neubau, wo keine drei Abrech­nungs­pe­rioden nachge­wiesen werden können.
Ist keine dieser Bedin­gungen erfüllt, dürfen Sie die Art des Energie­aus­weises frei bestimmen – und werden in der Regel den günsti­geren Verbrauchs­ausweis wählen.

Was kostet mich ein Energie­ausweis?

Wenn Sie einen Makler beauf­tragen, übernimmt dieser in der Regel die Kosten und den Aufwand für die Erstellung des Energie­aus­weises für Sie. Vermieten oder verkaufen Sie privat, müssen Sie regel­mäßig einen Energie­ausweis selbst organi­sieren. Ansonsten kostet ein Verbrauchs­ausweis in der Regel zwischen 50 bis 100 Euro, ein Bedarfs­ausweis 400 bis 500 Euro. Bei Eigen­tums­woh­nungen gibt es oft einen Energie­ausweis bei der Hausver­waltung, so dass keine weiteren Kosten auf Sie zukommen.

Energie­ausweis beantragen? Sprechen Sie uns an, wir helfen gern weiter!

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2020-05-13T14:08:44+02:00