Vermietete Wohnung verkaufen

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Ein Spezi­alfall bei der Vermarktung einer Immobilie ist der Verkauf einer bereits vermie­teten Wohnung. Dies kommt, vor allem bei Kapital­an­legern, häufig vor. Möchten Sie ebenfalls eine vermietete Wohnung verkaufen, gibt es ein paar Beson­der­heiten zu beachten.

Wie läuft die Vermarktung ab?

Die Vermittlung einer vermie­teten Wohnung läuft anders ab, als es bei leeren Wohnungen der Fall ist. Wenn Sie die Wohnung auf Online-Vermark­tungs­por­talen einstellen, sollte dies unter einer geson­derten Rubrik, die zum Beispiel „Anlage­ob­jekte“ heißt, geschehen. Damit schließen Sie aus, dass Sie die falsche Zielgruppe ansprechen. Des Weiteren betrachten Kapital­an­leger eine Wohnung aus einem anderen Blick­winkel, als es Inter­es­senten tun, die selbst in die Wohnung einziehen möchten. Für Kapital­an­leger ist das Aussehen und der Schnitt der Wohnung weniger wichtig als die mögliche Rendite, die sie erzielen können. Aus diesem Grund vereinbaren Verkäufer häufig erst dann einen Besich­ti­gungs­termin, wenn ein Verkaufs­ge­spräch inklusive einer detail­lierten Beratung bereits erfolgt ist. In manchen Fällen kaufen Kapital­an­leger sogar eine Wohnung, ohne sie überhaupt besichtigt zu haben. Auf jeden Fall sollten Verkäufer eine sehr gute Beratung führen und einen Fachmann hinzu­ziehen. Wenn Sie einen Experten einschalten, empfehlen wir Ihnen, sich an einen Makler zu wenden, der bereits Erfahrung mit der Vermarktung von Kapital­an­lagen besitzt.

Einen Angebots­preis festlegen

Es ist nicht einfach, für eine vermietete Wohnung einen angemes­senen Angebots­preis festzu­legen. Um den bestmög­lichen Preis zu ermitteln, ist es sinnvoll, aus der Sicht eines poten­zi­ellen Käufers eine Rendi­te­kal­ku­lation aufzu­setzen. Weiterhin lohnt es sich, den Verkaufs­preis vergleich­barer Wohnungen in der gleichen Region zu analy­sieren. Nicht zuletzt sollten Sie den Quadrat­me­ter­preis beachten, der sich aus der Festsetzung des Angebots­preises ergibt. Da es bei der Ermittlung des Angebots­preises verschiedene Faktoren zu berück­sich­tigen gilt und natürlich jede Wohnung ihre Eigen­heiten hat, sollten Sie einen Wertermitt­lungs­ex­perten mit einbe­ziehen.

Wer kommt als Inter­essent in Frage?

Grund­sätzlich gibt es zwei Inter­es­sen­ten­gruppen, die für den Kauf einer vermie­teten Wohnung in Frage kommen. Zum einen gibt es die Inter­es­senten, die die Wohnung selber beziehen möchten. Dieser Fall kommt eher selten vor. Das liegt daran, dass ein Käufer zwar das bestehende Mietver­hältnis kündigen kann, weil er Eigen­bedarf ankündigt. Jedoch muss er eine solche Kündigung begründen. In der Praxis landet dieser Disput schon mal vor Gericht. Wenn das Gericht die Gründe für die Kündigung nicht anerkennt, hat der Kaufin­ter­essent Zeit und Geld verschwendet. Hinzu kommt, dass der Termin des möglichen Einzugs in die Wohnung nicht vorher­sehbar ist, was für die meisten Selbst­nutzer einen Kauf ausschließen lässt.

Die Kapital­an­leger

Die zweite Inter­es­sen­ten­gruppe, die Kapital­an­leger, sind für den Verkäufer die bessere Option. Für Kapital­an­leger ist es wichtig, dass sich die Eigen­ka­pi­tal­rendite für ihn lohnt. Ein gutes Argument, um einen Kapital­an­leger vom Kauf zu überzeugen, ist das folgende: Erläutern Sie, dass er schon während der Dauer der Haltung der Wohnung eine gute Eigen­ka­pi­tal­rendite erwirt­schaften kann. Spätestens bei dem Verkauf der Wohnung profi­tiert er dann richtig von seiner Inves­tition.

Unser Tipp

Wer eine vermietete Wohnung verkaufen möchte, richtet sich am besten direkt an die richtige Zielgruppe, die Kapital­an­leger. Mit den richtigen Argumenten verläuft der Wohnungs­verkauf erfolg­reich für Sie und den Käufer. Da die Wertermittlung und auch die Führung eines Verkaufs­ge­sprächs einiges an Finger­spit­zen­gefühl erfordert, sollten Sie sich Unter­stützung in Form eines Experten holen.

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2020-05-13T14:38:14+02:00